Wo ist das Petermännchen …
Wo ist das Petermännchen …
… fragten sich neun Tennis-Senioren und machten sich vom 2. bis 4. September für zweieinhalb Tage auf den Weg nach Schwerin, der Landeshauptstadt von Mecklenburg-Vorpommern (McPomm). Früh am Morgen startet die Aktion beim Treffen an der Tennisanlage Hohenrieth mit einem herzlichen „Hallo“ und der Frage „Alle bereit?“. Tja und dann begann wie üblich die Fahrt ins Ungewisse, denn traditionell kennen nur die Organisatoren die genaue Planung, also Detlef und Günter.
Zielstrebig wurde als erstes Etappenziel eine tolle Frühstücks-Location angefahren. Ort und genaue Lage: das bleibt „geheim“. Alle Teilnehmer waren vor Ort sichtlich begeistert. Sie genossen den frisch gebrühten Kaffee und griffen beim Frühstücksbuffet ordentlich zu. Während der Stärkung wurde kurz die Planung für den Tag besprochen, tja und dann ging es auch schon weiter mit dem Ziel, die Zimmer im gebuchten Hotel zu beziehen.
Da es der Wettergott gut meinte, wurden im Hotel flugs die Räume verteilt und die persönlichen Dinge auf die Zimmer gebracht. Danach dann, aber nichts wie los, und ab auf die Fahrräder zur Suche nach dem Petermännchen.
Petermännchen? Ja, ja! Dahinter verbirgt sich das sagenumwobene Wesen aus den Kellergewölben des Schweriner Schlosses. Die besonderen Kennzeichen: klein, finsterer Blick, jedoch den Erzählungen nach gutmütig. Gattung: Kobold ausgestattet mit Schwert, Laterne, Schlüsselbund und einem spitzen Federhut.
Der Sage nach belohnt das Petermännchen die Ehrlichen und Guten, während Diebe und fremde Eindringlinge mit bösen Späßen, Plagen, und nächtlichem Poltern bestraft werden. Mit seinem Schlüsselbund soll es schon so manche eingeschlafene Wache rechtzeitig zum Schutz bei Gefahr geweckt haben. So soll es auch auf der Schlossbrücke im Jahr 1913 vor dem großen Brand im Schloss gewarnt haben.
Nun, unsere stets „guten“ Tennis-Senioren freuen sich immer über Belohnungen und manchmal müssen sie auch geweckt werden.
Los gings: die Tour führte zum Kennenlernen erst mal in die Randbereiche der Schweriner Altstadt rund um Neumühlener See, Lankower See und Ostorfer See. Eine tolle Tour, teilweise auch mit kleinen Hindernissen (siehe Fotos), bei der es viel zu sehen gab. Leider aber ließ sich das Petermännchen nicht blicken, und so musste jeder beim gemeinsamen, gemütlichen Ausklang am Abend die Zeche selber zahlen. Dies wiederum taten alle gerne, denn eine Stärkung inklusive Löschung des Durstes war dringend angesagt.
Im weiteren Tour-Verlauf wurde dann die Altstadt von Schwerin erkundet, alles per Rad und Pedes. Im besonderen Fokus der Stadtrundgänge standen der Besuch von St. Marien und St. Johannis, besser bekannt als Schweriner Dom sowie ein ausgiebiger Abstecher zum Schweriner Schloss inklusive des Burggartens, dem Wahrzeichen der Landeshauptstadt von McPomm.
Alle waren sehr angetan von den vielen Impressionen (siehe Fotos). Jeder der Gruppe hat sicher einen persönlichen Favoriten beim Rundgang im Kopf wahrgenommen. Aber es stimmt schon: nicht umsonst und weltweit einzigartig ist das Residenz-Ensemble rund um das Schwerin Schloss ein Bestandteil des UNESCO Welterbes. Der Gesamtkomplex aus verschiedenen historischen Bauten spiegelt auf beeindruckende Art und Weise die Macht und Pracht der mecklenburgischen Herzöge und Großherzöge aus verschiedenen Epochen wieder. Eingebettet in eine malerische Seenlandschaft und umgeben von prächtigen Gärten und Parks, bietet das Ensemble ein einzigartiges Erlebnis für Besucher.
Natürlich darf der Schweriner Dom nicht unerwähnt bleiben. Er ist das einzige erhaltene mittelalterliche Bauwerk von Schwerin. Der imposante Dom aus Backstein wurde in Teilen nach dem Vorbild der Stralsunder Nikolaikirche erbaut und besitzt mit 117,5 Metern den höchsten Kirchturm Ostdeutschlands. Die Grundsteinlegung war schon im Jahr 1172, aber es dauerte fast zwei Jahrzehnte bis zu seiner Fertigstellung. Besonders markant ist die farbliche Gestaltung des Innenraumes: Gewölbe sowie Wände sind weiß und Kanten sowie Bänder in türkis und magenta gehalten. Und am wertvollsten sind die 1871 geweihte Orgel des berühmten Orgelbauers F. Ladegast, das bronzene Taufbecken und das Triumphkreuz.
Fazit der Truppe nach der Erkundung: wer noch nicht in Schwerin war, sollte dies unbedingt nachholen, einfach eine schöne Stadt mit einer tollen Seenlandschaft als Peripherie. Bei so viel Kultur durfte natürlich auch das Relaxen nicht fehlen. Ist doch klar! Ob Kaffee und Kuchen oder Bierchen und Schlemmen, unsere Senioren finden da immer etwas passendes. Und so war es dann auch, es gibt entsprechende Fotobeweise. Nun die Truppe hat sich dies verdient. An den zweieinhalb Tagen wurde eine Gesamtstrecke von 117 km per Fahrrad zurückgelegt, nicht gerechnet die unzähligen km per Pedes bei der Stadtbesichtigung.
Wieder zurück in Unterlüß schrieb Mario in die Gruppe: „Zum Glück sind alle wieder gesund zu Hause angekommen. Es war eine schöne Zeit. Der Ausflug war perfekt organisiert. Herzlichen Dank an Detlef und Günter für die super Organisation und an die Fahrer für das Mitnehmen!“
Dem gibt es ergänzend nur noch eines hinzuzufügen: das Petermännchen ließ sich leider die gesamte Zeit nicht blicken. Nun ja, sehr schade! Aber vielleicht mag ja ein künftiger Schwerin Besucher, der dem Petermännchen begegnet, Grüße von den Tennis-Senioren ausrichten. Und bitte eine Info an unsere Senioren nicht vergessen, im Falle das!
Allen eine gute Zeit.